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Astro-Special: Zwischen 2 Zeichen

Zwischen zwei Zeichen geboren - was bedeutet das für mich? Welches Sternzeichen gilt denn nun?




Wer am 20./21. Januar, 19. Februar, 20./21. März, 20. April, 21. Mai, 21. Juni, 22./23. Juli, 23. August, 23. September, 22./23. Oktober, 22. November oder 21. Dezember geboren ist, kennt das Problem: Die einen sagen man sei dieses, andere sagen man sei jenes Sternzeichen. Was stimmt denn nun wirklich aus astrologischer Sicht?


Die kurze Antwort lautet: Beide!

Wir sprechen hier von einem Übergang.


Es gibt traditionell 88 Sternbilder am Himmel. Durch 12 davon zieht die Sonne ☀️ ihre Bahn im Jahresverlauf: Dies ist der Tierkreis oder Zodiac. Die anderen Planeten tun es ihr mehr oder weniger exakt nach - sie weichen von der Bahn der Sonne tatsächlich nur max. 8 Grad nach oben oder unten ab: Dies ist die Ekliptik. - Spannend, dass die Bahnen der Planeten nicht kreuz und quer über uns hinwegziehen, oder?


Und der Kosmos wird sich wohl kaum an die exakten Trennlinien halten, die wir als Menschen den einzelnen Sternbildern geben. Und so darf man den Wechsel von einem Zeichen in das nächste als einen fließenden Übergang betrachten.


Es ist empirische Beobachtung, wie sich die Archetypen der einzelnen Tierkreiszeichen (= Sternzeichen) herausgebildet haben und von uns heute beschrieben werden können.


Man kann sogar das Energie-Niveau beim Durchgang der Sonne durch ein Zeichen innerhalb von 30 Tagen beobachten:


Ist die Sonne in einem neuen Zeichen angekommen, ist die Energie auf Anfang gestellt und besonders stark vorhanden. Eine Notwendigkeit sozusagen.

- Der Geborene wird in seinem Leben oft sehr deutlich die typischen Attribute seines Zeichens verkörpern.


Der Urantrieb des Widders ist es, neue Wege zu gehen, neues "Gebiet" zu erobern und mit unermüdlicher Macherenergie sich immer direkt auf sein Ziel zuzubewegen. Oft betrachtet er das Leben selbst als "Existenzkampf".


Der Urantrieb des Stiers ist es, sich zu verankern und das einmal Erreichte zu festigen. Er achtet sehr auf seine Ressourcen und kann sich abgrenzen, wenn er das Gefühl hat, dass er etwas schützen muss.


Der Zwilling hat eine Erschütterung in seiner Entstehungsgeschichte oder seiner Ahnenlinie erfahren und ist nun auf Identitätssuche. Er sucht Wissen, um tief in sich zu begreifen. Dazu dient ihm der Kontakt mit anderen - sprich Austausch und Kommunikation.


Der Krebs ist pures Fühlen und tiefe Beeindruckbarkeit. - Er steht staunend vor dem Leben, wirkt wie eben geboren und sucht Halt und Geborgenheit. Sein Urantrieb ist u.a. auch, andere zu bekümmern.


Der Löwe drückt sich stark nach außen aus, möchte Anerkennung und Emotionen im Gegenüber auslösen - denn dann ist er wichtig. Sein Selbstwertgefühl hängt davon ab. Sein Urantrieb ist es u.a. Bedeutung zu erlangen.


Die Jungfrau versucht es jedem recht zu machen. Sie nimmt sich selbst oft stark zurück. Häufig ist sie überlastet und leidet zum Teil auch unter ihrem eigenen Perfektionismus. Ihr Urantrieb ist die Anpassung an die gegebenen Umstände.


Die Waage braucht ein Gegenüber als Spiegel. Sie möchte Erlebtes teilen und versucht eine Balance herzustellen. Mit ihrem Sinn für Harmonie und Schönheit ist es ihr Urantrieb, den perfekten Zustand in allen Dingen zu erreichen. Dabei hat sie taktisches Geschick und einen enormen Gerechtigkeitssinn.


Der Skorpion kommt gebunden auf die Welt. In ihm liegt eine tiefe emotionale Reise zu sich selbst und den eigenen Abgründen. Oft sind Schuldgefühle ein Thema. So durchläuft er im Leben eine existentielle Sinn- und Glaubenskrise, aus der erlöst von alten Prägungen und Mustern ganz neu hervorgeht.


Der Schütze trägt die gemachten Erfahrungen nach außen und sucht neue, kulturelle oder auch exotische Einflüsse. Hierzu bringt er oft ein ausgesprochenes Fremdsprachentalent mit. Sein Urantrieb ist es, das Gelernte an andere weiter zu geben.


Der Steinbock strebt den Maximalpunkt an Erfolg für seine Arbeit an und steht für die gesellschaftliche Ordnung und ihren Erhalt. Sein Urantrieb ist es, Gesetze und Regeln zu erlassen, womit er das bestehende System festigt.


Der Wassermann stellt das bestehende System in Frage. Er begleitet Umbrüche und auch den Aufbau von etwas Neuem - wenn er gelernt hat, dass es nicht darum geht einfach nur "Dagegen" zu sein, sondern für etwas wirklich Innovatives, dass eine Verbesserung für möglichst viele darstellt, zu stehen.


Mit den Fischen ergießt sich der Tropfen in den Ozean, alles wird wieder eins und der Kreis schließt sich. Der Fisch hadert häufig mit dem Allein- bzw. "Getrennt"-Sein. Er sehnt sich zurück und spürt die Verbindung von allem mit allem. Auf Erden lernt er zunächst noch einmal in die volle Verantwortung für sich selbst als Individuum zu kommen.


Diese klassischen Attribute sind auch bei spät in einem Zeichen Geborenen vorhanden,

aber meist in abgeschwächter Form, ohne den starken inneren Drang, der zu Beginn eines Zeichens vorherrscht.


Steht die Sonne allerdings kurz davor, das Zeichen zu wechseln, treten zweierlei Effekte in Erscheinung:


Die Zeichenenergie des Zeichens, das verlassen wird, drängt nun stark zu einem Abschluss, muss dringend erlöst werden und ist deswegen nochmal besonders stark vorhanden, meist sogar noch deutlicher als am Beginn eines Zeichens.


Gleichzeitig spielen aber schon die Qualitäten des darauffolgenden Zeichens mit hinein: Hier will der Übergang kreiert werden, hier wird der folgerichtige Weg zum nächsten Zeichen gesucht!


Es ist die Aufgabe der im Übergang Geborenen, die alte Zeichenenergie zu einem Abschluss zu bringen und die neue Zeichenqualität in sich zu entwickeln.


So wird der späte Steinbock , nachdem er seine Ordnung gefunden hat, den Zusammenbruch dieser Ordnung zulassen müssen und sich auf die Errichtung eines neuen Systems einlassen müssen. Wenn er erkennt, dass hierin die Chance liegt, neue Gesetze zu kreieren und das seine Kraft gebraucht wird, um eine stabile Ordnung zu erreichten, kann er eine Veränderung zulassen und wird sogar unermüdlich daran mitarbeiten.

(Geborene 20./21. Januar).


Der späte Wassermann darf lernen zu fühlen, ganz besonders, weil ihm Gefühle suspekt erscheinen und ihm beinahe peinlich sind. Der nachfolgende Fisch bringt eine Loslösung von mentaler Bewertung und eine reine Seinsqualität mit sich. Fließen lassen, mehr zulassen, als die Wissenschaft aktuell beschreiben kann, seine Distanziertheit aufgeben kann hier ein Lebensthema werden.

(Geborene vom 19. Februar).


Der Übergang von Fische zu Widder kann mit am schwierigsten sein, da es vom sphärischsten ins irdischste Zeichen geht.

Während der Fisch oft "wegtaucht" oder die Verbindung in allem sucht und meist als spirituell gilt, ist der Widder konkret und viel irdischer. - Hier auf Erden müssen die Dinge erschaffen werden, daher ist dem Widder soviel Energie verliehen. Der späte Fische-Geborene darf lernen, vom "Alles fühlen" zum "Nur sich fühlen" zu kommen, sich selbst als getrenntes eigenes Individuum wahrzunehmen.

(Geborene vom 20./21. März).


Der Widder im Übergang zum Stier darf lernen, dass es nicht immer nur um neue Gebiete und Eroberung geht, sondern auch darum, dass einmal Erreichte zu konsolidieren, tiefe Wurzeln in die Erde zu treiben und zu bleiben. - Ein regelrechtes Ankommen, das dem späten Widder zunächst nicht behagt.

(Geborene vom 20. April).


Der Abschluss der Stier - Energie hin zum Zwilling ist das sich wieder Öffnen nach außen. Zu raffgierig, zu verschlossen, regelrecht verschanzt in einer Trutzburg kann die Stierenergie werden. Doch nicht nur alles für sich zu horten, sondern teilen und sich vernetzen, Austausch und Kontakt, neues Wissen zu sammeln, objektiv werden, ist hier die Aufgabe. So wie die Pflanze einerseits Wurzeln braucht, um sich selbst zu ernähren, so bildet sie doch feine Verzweigungen zu ihren Nachbarn recht und links. Neugierde und Offenheit genügen, um diesen Schritt zu bewältigen.

(Geborene vom 21. Mai).


Der Übergang vom späten Zwilling zum Krebs lässt sich ganz kurz zusammenfassen: Vom Denken zum Fühlen! Nicht alles geistig zu erfassen, zu verarbeiten und auszusprechen, sondern echte Gefühle fühlen ist das Ziel. Ebenso limitieren Worte im Grunde ein Gefühl: Es zu spüren, ist so viel mehr, als ihm einen Namen zu geben!

(Geborene vom 21. Juni).


Der späte Krebs im Übergang zum Löwe geht vom weiblichsten Archetyp (Krebs = die große Urmutter) hin zum maskulinsten aller Zeichen: All das, was emotional wahrgenommen wird, möchte einen Ausdruck nach außen finden! Es geht darum, wahrhaft schöpferisch zu werden, die persönliche Selbstverwirklichung zu finden und auch darum, Führungsqualitäten zu entwickeln.

(Geborene vom 23. Juli).


Der Löwe im Übergang zur Jungfrau muss mit Einschränkungen zurecht kommen (alle Erdzeichen begrenzen jeweils das Feuerzeichen vor ihnen). Wo der Löwe frei und expressiv ist, sich selbst in den Vordergrund rückt, lehrt ihn die Jungfrau, anderen zu dienen und sich an die bestehenden Umstände anzupassen. Hier darf Fleiß entwickelt werden und ein Verständnis dafür, dass man auch eigener Hände Arbeit investieren muss, um konkrete (oder perfekte) Ziele zu erreichen.

(Geborene vom 23. August).


Die Jungfrau im Übergang zur Waage darf lernen, sich auch gesellschaftliche Vergnügungen und einen Hauch Luxus zuzugestehen. Es geht nicht nur um Nützlichkeit und Zweck, sondern auch um Schönheit und Ästhetik! So darf man Rosen züchten, einfach weil sie eine formvollendete Erscheinung der Natur sind, auch wenn dies keine Nutzpflanze ist, die grundlegenden Dingen wie der Ernährung dient. Die Waage ist der Hüter des kulturellen, daher auch ihr Sinn für Kunst. Wo die Jungfrau Fleiß zeigt (da sie Anerkennung sucht), zeigt die Waage ihrem Gegenüber Aufmerksamkeit (und entdeckt sich selbst nebenbei im Spiegel des anderen) - beides hat Verbindung miteinander: Es ist eine Herausbewegung aus sich selbst heraus und stellt die Belange anderer (oder der Gesellschaft) in den Vordergrund.

(Geborene vom 23. September).


Die Waage im Übergang zum Skorpion stellt den Übergang von der Begegnung in die Bindung dar. Wo in der Waage noch ein eher flüchtiger Impuls nach dem Kokettieren und Werben liegt, liegt im Skorpion die unverbrüchliche Bindung an einen Partner oder eine Ideologie. Die Waage als Luftzeichen ist noch offen für verschiedene Blickwinkel, der Skorpion als Wasserzeichen, hat sich indes gebunden an ein geistiges Bild, an ein Prinzip. Die späte Waage lernt von zu viel Zerstreuung in eine neue geistige Klarheit und Beherrschung der eigenen Gefühle zu finden.

(Geborene vom 23. Oktober).


Der Skorpion im Übergang zum Schützen stellt die durchgemachte Sinnkrise dar. Nach einer oder besser gesagt der tiefsten Selbst-Infragestellung des Tierkreises mit Erforschung vieler persönlicher Abgründe, erfolgt die tiefe Transformation, für die der Skorpion steht. - Es herrscht jetzt neue Klarheit. Man hat nun verstanden, man ist ganz neu und möchte das Gelernte gern an andere weitergeben. Gleichzeitig kann man nun neue große Ziele anvisieren und dabei ein großes Bild von sich selbst erschaffen.

(Geborene vom 22. November).


Der Schütze im Übergang zum Steinbock muss das rechte Maß finden. Hier ist es wieder ein Erdzeichen, dass einem Feuerzeichen Grenzen setzt. Nichts wächst unendlich und das Bedürfnis nach Fülle, nach viel von Allem, nach "höher, schneller, weiter" findet hier eine natürliche Grenze vor. Es ist oft das selbstkreierte, riesenhafte Bild von sich selbst, dass hier auf realen Boden gestellt werden muss. Jede Form von Übermaß findet im asketischen Steinbock ein Ende und Selbstgenügsamkeit wird fühlbar.

(Geborene vom 21. Dezember).



Hier beende ich nun den kleinen Überblick über den Wechsel von einem Tierkreiszeichen zum nächsten.


Auch Geborene, die nicht am letzten Tag eines Zeichens geboren sind, können in sich hineinspüren:

Es ist manchmal eine natürliche Abneigung gegen das Zeichen, das aufs eigene folgt, vorhanden. Denn für jeden von uns bedeutet der Schritt ins nächste Zeichen ja das Ende des eigenen Zeichens und damit den nächsten folgerichtigen Schritt auf der Evolutionsskala oder anders gesagt:

Die Schwelle, die wir in uns spüren und die es zu überschreiten gilt.



Wenn ich die Archetypen immer recht prägnant beschreibe, so ist dies nicht immer wortwörtlich zu nehmen! Es dient vor allem der klaren Umschreibung, wenn ich dazu neige, mich extrem auszudrücken. Man darf die Formulierungen also durchaus etwas "weicher" aufnehmen und für sich selbst einordnen! 😉



©️ laynesastrology



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